Kradtreff am Lago d'Idro 2010:
Pässe - kaputte Bremsen - und ein Via Ferrata




Biker-Tour vom 2. bis 6. Juni.



Die Pass-Streckenbeschreibung:

Mittwoch (Hinfahrt, 1.Tag)

Donnerstag (Hinfahrt, 2.Tag)

Freitag Klettertag (Ferrata Monte Albano)

Samstag Wandertag

Sonntag (Rückfahrt)

  • Pso di Croce Domininii (1893m)
  • Breno, Edolo, (Rtg Pso Tonale), Pso di Gavia (2621m)
  • Bormio, Stilfser Joch (2757m, Passhöhe gesperrt) / Umbrail Pass (2503m)
  • Ofenpass (2149m)
  • Flüelapass (2383m), Davos, Landquart, Feldkirch, ...
 
 Höhen-Profil der Rückfahrt

Der Idro-Bericht 2010: 



Mittwoch 2. Juni (Stuttgart - Filisur):




Mit Hubert, Henning, John, Frank, Oender, Mark, Mark und Jürgen. Alle sind dabei. Trotz Dauerregen.


gleich von Stuttgart an mit Regenkombi

gut, dass beim Frank nur die Handschuhe
abgefärbt haben  ... und nicht auch noch der Helm ;-)


    

Über die Schwäbische Alb bis Lindau. Dann Autobahn bis Feldkirch. Ein paar verlassen die Autobahn, da sie nicht rechtzeitig getankt haben. Trotz Regenkleidung sind wir bis auf die Haut nass und durchgekühlt. Ankunft Camping Islas ca. 19Uhr, die Spättanker treffen ca. eine Stunde später ein ...
Es gibt schon wieder einen neuen Wirt und diesmal XXXXXL Portionen beim Essen :-) Auch das Tipi ist restauriert und bald wärmt  und trocknet das Lagerfeuer unsere Lederkombis.


 

im Tipi

   



   



Donnerstag (Filisur - Idro):




bei der Abfahrt noch regnerisch ...
Nach dem XXXL Frühstück sind wir sofort auf dem  Albula Pass, dann Bernina Pass.




Ab jetzt (Bernina) nur noch Sonnenschein. :-)
Spät- und Wenigtanker greifen zum Reservekanister.
Am Ende vom Bernina (da, wo der Hund bellt) tanken wieder alle voll.




In Tirano suchen wir leider vergeblich eine Werkstatt, da Oender's Hinterradbremse vermutlich schon auf 'Metall' bremst. Direkt am Ortsausgang von Tirano findet Hubert, dank Navi wieder die winzige Straße, hinauf zum Pso d. Foppa (1852m). Immer nur kleinste Spitzkehren steil hinauf. Der Pass ist diesmal frei vom Winterdreck, es gibt keine Motorschäden wie im letzten Jahr stattdessen macht es richtig Spass :-)


Kurz vor Breno entdeckt Oender doch noch eine Kawa-Werkstatt. 

Auch Henning nutzt die Gelegenheit und lässt seine
überfälligen Bremsbeläge wechseln.


 
Bleibt noch der  Pso di Croce Domininii und die lang ersehnte, herrliche Sicht auf den Idrosee zu erwähnen.
Wie immer am ersten Abend versammeln sich ca. 4 Dutzend Biker in der 'Stammpizzeria'.










Freitag (Klettern bei Mori)



John und ich fahren direkt nach dem Frühstück los. In 1 1/2 Stunden vorbei am Ledrosee, durch Riva (Gardasee) und weiter bis nach Mori (Nähe Autobahn).




 

Der rot eingezeichnete Klettersteig auf den Monte Albano gehört zu den anspruchsvollen Routen und ist extrem beliebt.
Damit ist er leider auch entsprechend stark frequentiert. Uns erwarten 30 Minuten Aufstieg, dann 1,5 Stunden Kletterei in senkrechtem Fels und nochmals ca. eine Stunde Abstieg. Weitere Infos unter www.bersteigen.at.



im breiten Querrgang und nochmals etwas oberhalb davon
sind ein paar Kletterer in der Wand zu erkennen (klicken).
 
gleich nach dem Einstieg: Wer hier schon Probleme hat, sollte lieber umkehren.

 

"glatter Quergang": Hier staut es sich leider, so dass wir hier über 30 Minuten verweilen müssen. Irgendwann mogelt sich ein Kletterer vorbei, der dann aber dem naiven Paar helfen kann, was sich 'festgesetzt' hat.
 

 
nach ca. einer Stunde haben wir die 'Blockade' endlich überwunden und von nun an freies Feld für uns :-)






Nach gelungener Kletterei quälen wir uns bald wieder mit dem Motorrad eine Stunde am Gardasee entlang um endlich bei Gargnano über das Gebirge zum Idrosee zurückzuhetzen.





Ein sehr subjektiver Fahr-Eindruck:
Gesamte Straßenbreite 1-2 Spuren, saubere Gebirgsstraße, selten verunreinigt, häufig sich wiederholender Ablauf:
Enge Haarnadelkurve, Beschleunigung bis 80m/h, leichte S-Kurve, kurze Gerade, Haarnadelkurve, usw.
Zwei Motorräder, wie sie unterschiedlicher kaum sein können:
Supersportler Kawasaki Ninja ZX-6R
(Bj 1995, 96PS und Metzeler Z... Reifen) kontra
Enduro BMW R 1200 GS (Bj 2009, 105PS und erstbereift mit Bridgestone BattleWing):
Ein ungleiches Paar, und doch harmonieren beide sehr gut miteinander. Es kostet dem GS-Fahrer wenig Mühe bei flotter Fahrt mit der Kawa mitzuhalten, wenngleich im Grenzbereich der Kurven die Kawa an Boden gewinnt. Beide Maschinen neigen hinten zum wegschmieren. Selbst als Hinterherfahrer ist das bei der vorausfahrenden Kawa zu beobachten. Beim Bremsen kehren sich die Verhältnisse um, die GS lässt sich - auch in Schräglage - aggressiver bremsen und ist hierbei, auch dank ABS klar vorne.

 

 




Wieder am Zeltplatz angekommen gibt es gegrillte Forelle, Benzingespräche und bald Gitarrenmusik - garniert mit dem Akkordeonspiel vom Nachzügler Martin.





Samstag: (Wandertag)


Hubert, John und ich fahren in Richtung Adamello Gebirge, ins lange 'Val di Daone' bei Pive di Bono / Cologna. Dort können wir mit den Motorrädern hinauf bis zum Stausee auf 1800m fahren.



Helme und Motorradkleidung werden in Packtaschen und an einem langen Schloss gesichert.



Zufällig treffen wir noch ein paar unserer Biker, die sich aber mit dem Motorradfahren begnügen.




Mit einem Anstieg von nur 110m wandern wir zum Rif.Val di Fumo (1909m).
Im Hintergrund der 'Care Alto' (3384m).



es ist heiß ...






Als Abschluss fahren wir noch ein paar Kilometer weiter nördlich zu den Kaskaden von Nardis bei Pinzolo.
wieder in Idro, ist der krönende Tagesabschluss ein perfektes italienisches Eis mit einem doppelten Espresso :-)





Sonntag (Heimfahrt: Idro - Stuttgart)


Heimfahrt, auch ein Highlight der Tour: Es warten viele Pässe auf uns. Wir (John Hubert, Jürgen) beschließen nicht auf frische Brötchen zu warten, sondern die Morgenstunden zu nutzen. Um halb 6 stehen wir auf. Die Zelte sind schnell abgebaut, jedoch losfahren geht wegen der Schranke erst um 7 Uhr.


Pso di Croce Domininii



Morgenstimmung auf dem Pso di Croce Domininii (1893m)

   



John - Kawa Ninia 650ccm, 96PS


Jürgen - BMW R 1200 GS, 105PS

Hubert - Kawasaki ca. 50PS





Pso di Gavia



Der schmale Pso di Gavia









Pso di Gavia (2621m), auch bei unmotorisierten Zweiradfahrern sehr beliebt!
  











Stilfser Joch und Umbrail Pass



Stilfser Joch und Umbrail Pass (2503m)




Leider sind keine Fotos vom Rest der Strecke vorhanden. Aber auch Ofenpass und Flüelapass bereiten sehr viel Spass.

Im Flachland wird's dann richtig heiß, bis zu 35 Grad - auf dem Motorrad nicht leicht zu ertragen, insbesondere im Stau vor dem Bregenzer Tunnel,  auf der A7 und A8. Nach 12 Stunden Fahrt bin ich trocken Daheim. John kommt buchstäblich 5 Min vor seinem Ziel in einen Platzregen 8->
Auch Hubert ist wenig später zu Hause.


  • Man munkelt, auch andere Biker sind an diesem Abend noch mal so richtig nass geworden.
  • Wieder andere, so munkelt man hatten ABS-Bremsversagen (ein nicht mehr ganz so neues BMW-Modell ...).
  • Wieder andere hatten am Idrosee arge Probleme mit der Zündung (ein eher älteres BMW-Modell ...).
    Ich hoffe nur, das Provisorium hat auf der Rückfahrt gehalten.
  • Kein anderer als der Wenigtanker hatte auf der Rückfahrt arge Probleme mit der Kupplung ...
Tut dat Not???





Kurzfassung:
ca. 1550km,
Benzin für 138€,
5,54 l/100km

oups ...









JD, letzte Änderung: July 17 2011 22:10:31.