Kradtreff am Lago d'Idro

oder:

Mai 2005, die Neun-Pässetour


ZXRR 750, Bj '91


Das schönste für Motorradfahrer (sprich Biker) sind Kurven und Pässe. Diese gibt's in den Alpen reichlich. Also gilt:

"Wer ein Motorrad hat und nicht in die Alpen fährt ist selber schuld"



Rein "zufällig" treffen sich schon seit Jahren ein paar meiner Stuttgarter Kollegen mit einer eingeschworenen Clique aus München einmal im Jahr in Norditalien. Dieses Mal hatte ich das Glück mit dabei zu sein. Die 'gemütlichen' Biker aus Stuttgart sind die Strecke mit Zwischenstopp im Tippi bei Filisur/Chur angegangen.


2 mal 800 ccm ...



      
Ich hatte es vorgezogen die Strecke in einem Rutsch zu machen. Als bekennender Frühaufsteher ging's am Donnerstag um 5 Uhr los ... nach 4 3/4 Stunden und ca. 350km  war ich planmäßig bei den Freunden in der Schweiz. Erstaunlich was der Routenplaner ausgerechnet hatte, er war 3 Minuten (!) schneller ... Hätte ich vor Bregenz doch bloß nicht nach einer Tankstelle fragen müssen ... ;-)

Nach einer, vom Campingwart gesponserten Tasse Kaffee, gingen wir den interessantesten Teil der Reise nun mit 5 Motorrädern an (eigentlich 4 Motorräder und ein LKW auf 2 Reifen ...):
  • Albula Pass (2315m), vorbei an St.Moritz,
  • Bernina Pass (2323m), Grenze nach Italien bei Tirano,
  • Pso dell Aprica (1172m), Edolo, Breno,
  • Pso di Croce Domininii, Bagolino,
  • Lago d'Idro, Ankunft am Südwestufer so um 18 Uhr.






auf jedem Pass eine Pause.
Sind den Chopperfahrern die Arme zu lang gezogen worden?


        

      Albula (2315m)



langsam ist italienisches Flair zu spüren






'Freiluft-LKW'


man beachte die Straßenbreite ...



... des Pso di Croce Domininii










Lago d'Idro






Nach ein paar erfrischenden Bieren waren die Zelte schnell aufgebaut und bald wurden ca. 30 Biker in der nächsten Pizzeria versorgt ...


Christians Franzose und Stefans alte 1000er Suzi
     
Die nächsten 2 Tag wurden unterschiedlich angegangen:
Stefan, Henning und ich wollten unseren strapazierten Knochen mal was anderes bieten als 'nur Moppedfahren': Wir sind also am nächsten Tag 600 Hm auf den Hausberg gestiegen (zu Fuß!),
 
     
                        
haben von der Höhe aus gesehen was für ein schöner Badesee der Idrosee doch ist und haben, endlich am Campingplatz wieder angekommen uns gleich ins angenehm kühle Nass gestürzt. Jetzt waren wir endlich wieder fit ...


... und was macht man am besten in dieser, von Kurven, Pässen und Seen reichlich ausgestatteten Gegend? Na klar, eine kleine Nachmittags-Spritztour zum Gardasee:

Einer der Münchener jagte mit seiner DUC voraus ... Stefan und ich versuchten mitzuhalten. Vergeblich. Aber richtige Biker haben ja viel Zeit (deswegen fahren sie auch immer so besonnen ;-) ) und warten ab und zu auf die Nachzügler. Wir sahen im Vorbeiflug den Lago di Valvestino und machten Espressopause am Strand von 'Campione d Garda'.


Gardasee













Hier konnten wir dann in Ruhe die Kiter bestaunen.


Der Nachmittag war kurz, also ging's gleich weiter, vorbei am Lago di Ledro und bald waren wir wieder hungrig und durstig am Campingplatz.





Abends auf dem Campingplatz ...

  



Die gegrillten Forellen waren die Besten die ich je probieren konnte - nochmals ein ganz großes Lob an den Koch - sodass ich am nächsten Abend gleich noch einmal diese Wahl getroffen hatte (Grillfleisch kann man doch immer und überall bekommen ...). Mit vollem Magen schmeckte dann das Bier nochmal so gut, und  bald  schwärmten wir von den italienischen Kurven und sangen Gassenhauer zu Pits Gitarre.






Der Samstag verlief erwartungsgemäß ähnlich;
wir fuhren nochmals den Pso di Croce Domininii - die schmalen Straßen und die Berge hatten uns schon auf der Hinfahrt begeistert :-)

Pit, Jürgen, Christian, Carsten und Stefan

Urs und Carsten /
Tank- und Zigarettenpause














Rückfahrt:

Mit Frank, Christian und Urs wählte ich die 'direkte' Heimreise (ca. 10 Stunden):
  • Tione di Trento, Madonna di Campiglio,
  • Gampenjoch (Pso d.Palade), Meran,
  • Timmelsjoch - Ötztal,
  • Hahntennjoch,
  • Oberjochpass (Tannheimer Tal) und anschließend Autobahn

Blick in die Brenta




 
Am Timmelsjoch:






Was sonst noch so geschah:

Auf der Autobahn bei Kempten zeigte Frank mal wieder Nerven mit seinem Chopper-Minitank: Die letzten 100 Meter bis zur Autobahnausfahrt konnte sich Frank von uns ziehen lassen. Bis zur Tanke rollte er dann bergab ...




... und Stefan hat dokumentieren können, wie  die Schweizer an ihren Säcken ziehen  ;-)




Zusammenfassung: 1466km, Benzin für 113€, Verbrauch 6l/100km


   
15.08.2005 JD