Himmelfahrtskomando 2002:

Wolfebner-NW-Gipfel, bei Elbingenalp in den Lechtaler Alpen


(Nachfolgernder Text vom Chronisten Falk)

Donnerstag (Himmelfahrt) 6 Uhr Abfahrt in Stuttgart. Zu viert ab in die Lechtaler Alpen. Dort in den Winterraum der (2131m), die höchste Hütte der Allgäuer/Lechtaler Alpen. Kurz vor 10 Uhr auf ca. 1000m machten wir uns also mit dem ganzen Klettergerödel, 8 Liter Rotwein, 1.5 Kilo Gulasch, ´n Kilo Nudels nebst ´n halbes Reis, 2 Büchsen Chili Bohnen, 2 Kilo Maultaschen und diversen Kochzutaten auf den Weg. Und wer jetzt fragt, wer die Idee mit 1100m Aufstieg hatte, ich war’s nicht... Der Planet brannte und nach kurzer Zeit stand er wieder wie ´ne 1, der Schweiß auf der Stirn. Aber getreu unserem alten Motto "Alles Training, hätten ruhig noch paar Ziegelsteine reingepasst" huckten wir die ersten 300 hm bis zum Kasermandl. Dort gab’s dann erstmal ´n Radler. Als wir uns wieder auf die Socken machen wollten meinte der Wirt nur, auf der Hütte droben sei der Wirt zum Renovieren, und für 80 Schilling/Rucksack tät er auch mal die Materialseilbahn, die da n Stück weiter oben kommt, anschmeißen. Diesem unsportlichen Angebot konnten wir leider nicht widerstehen und so schwebten bald die Säcke der Hütte entgegen und wir leichten Fußes ebenso. Ab ca. 1700m gingen dann die Schneefelder los, kurze Zeit später dann nur noch Schnee, teilweise sehr brüchige Decke, mit den Rucksäcken wäre es wohl noch brüchiger gewesen.  Gegen 1 Uhr Mittags kam dann die Hütte in Sicht und bald darauf auch wieder unsere Säcke.

 

Der Winterraum war fast komplett zugeschneit, die Temperatur innen adäquat dazu.  Also heizen...Und wenn man heizt, kann man auch gleich Kochen, also ´n Topf Chili aufgesetzt. Während ich mich nun um die essentiellen Dinge Heizen und Kochen kümmerte, gingen die restlichen 3 noch mal auf Erkundungs-Schneestapf-Tour. Der Tag endete dann mit ordentlich Chili, Skat, Glühwein...Nur die Verbindung Trockenaprikosen mit Chili erwies sich als ziemliches Eigentor, was so das Raumklima betraf. 

 Freitag-Morgen dann Aufstieg über 45° Schneefeld zur Wolfsebener-Schulter  . Dort war der Einstieg zur Himmelsleiter, schöne Kante, 4 Seillängen, IVer Gelände. Leider zogen ziemlich schnell Wolken auf   und nach ner Stunde Warten haben wir uns dann doch für den Abstieg und fürn Stück weiter unten Fingerlangziehen entschieden, zumal der Abstieg vom Gipfel schon im Sommer nicht ohne sein soll und jetzt lag noch ganz schön Schnee drin. Das Fingerlangziehen fand in gemütlichen und kurzen Sportkletterrouten bis VI statt       ........      . Zu erwähnen bleibt noch, dass Dana  wohl nen neuen Foto wollte, weil sie den jetzigen plötzlich mehrere 100m im Schnee zu Tal kullern lies und die Abfahrt auf dem Schneefeld mit dem Faltschlitten (Plastiktüte)  eine sehr willkommene Abwechslung war. Abends dann Gulasch mit Nudeln, Rotwein und Skat.


Samstag
-Morgen, das Wetterchen sah schon nicht mehr so ganz gut aus, wieder Aufstieg zum Einstieg vom Nebengipfel. Zwei Seilschaften, Dana & ich, Jürgen & John  , insgesamt 6 Seillängen, gleich unten ne 5er Verschneidung, sonst IIIer und IIer Gelände. Es ging alles gut voran, der 2. Standplatz war nicht zu finden, wahrscheinlich zugeschneit. Halb 12 waren wir oben und es fing an mit schneien. Also nix mit gemütlicher Gipfelrast, zumal der Abstieg über den Grat erfolgte. Alles nur Schotter und Schnee, wo man tritt und griff rollte oder brach es so ziemlich. Volscher, das Schuttfeld auf der Tofane ist der blanke Gehweg. Irgendwann wurde es so bröcklig, dass wir dann doch wieder das Seil  ausgepackt haben. Aber alles hat ein Ende, so auch der Grat und nach 2 Stunden konnten wir wieder in den Schnee springen  und auf dem Allerwertesten ins Tal rutschen, wo es leider pieselte und auch ziemlich nach Weltuntergang aussah. Der Hüttenwirt beglückte uns auch gleich mit einem Rest Nudeln,  so dass die geplanten Maultaschen auf mediterranem Gemüse ausfielen, es abends nur Gemüse gab und die Maultäschle wieder mit ins Tal geschleppt wurden.
Sonntag: Der Abstieg erfolgte dann mit Rucksäcken, Regen  und viel weiter unten dann mit Sonne.   Das Kasermandl hatte eine fantastische Knödelsuppe zu bieten, die A7 und A8 leider nur Stau ...


 
Im Nachhinein bleibt zu sagen, mit Dana Skat zu spielen ist sinnlos und das nächste Mal wechseln wir die Rotweinsorte ...

 
FK